Das vollkommen unscheinbare endgültige Ende der Menschheit
Als das Leben entstand, ahnte noch niemand, dass dies nur ein besonders skurriles Nebenprodukt im ewigen Entstehen und Vergehen der Materie war. Und später, als sich das Ahnen im Bewusstsein der Lebensformen regte, da gab es das Leben schon so lange, dass niemand mehr ernsthaft hinterfragen wollte, wozu. Es war einfach da, so wie eine kleine weiße Wolke da war oder das Wasser.
Das hätte auch alles so bequem bleiben können, aber es kam dann doch anders. Aus der Ursuppe waren Einzeller entstanden, und aus den Einzellern waren Zweizeller geworden, und aus den Zweizellern waren Zweibeiner gekrochen, die sich selbst Menschen nannten. Denn die Menschen wollten für alle Dinge, die es gab, Namen erfinden, und oft erfanden sie erst die Dinge und dann deren Namen. Auch sich selbst mussten sie benennen, als sie nun mal da waren, und vielleicht hatten sie sich auch selbst erst erfunden, das wusste später keiner mehr so genau. Jedenfalls setzte diese Species der ohnehin bodenlosen Skurrilität der Schöpfung die Krone auf. Die mit Bewusstsein ausgestattete Lebensform ahnte das auch, aber dennoch hatte niemand eine genaue Vorstellung, wie schwerwiegend skurril das alles noch werden sollte.
Der Mensch war Teil der Schöpfung, und Schöpfer war er selbst. Er war das Wesen, das stets Neues erschuf und erschaffen wollte, ja erschaffen musste. Es war wie eine hominide Paranoia: dieses Wesen war zur steten Kreation verurteilt. So entstanden Sesshaftigkeit und Ackerbau, Wissenschaft und Religion, Technologien, Weblogs, Einbauküchen, und alles andere auch. Die menschgemachte Welt schwappte tsunamigleich über die Natur der Schöpfung.
Als sich der Mensch schließlich aufgrund einiger Fehlkalkulationen seiner Fortpflanzungstätigkeit zur Menschenmasse entwickelt hatte, sah er sich eines Tages durch das vielfache Potenzieren seiner gestalterischen Fähigkeiten mit einem ganz speziellen, neuen Phänomen konfrontiert, das er sich in seinen allerkühnsten Erfinderträumen so niemals hätte ausdenken hätte.
Denn er war ganz plötzlich – von heute auf morgen - am Ende seines Menschseins angelangt, als er feststellen musste, dass auf einmal alles geschaffen war, was geschaffen werden konnte, und dass es von nun an prinzipiell nur noch Plagiate geben konnte, nur noch Wiederholungen, keine neuen Dinge, keine Originale mehr. Es gab einfach nichts mehr zu kreieren, und das erwies sich als vollkommen tödlich für eine Species, deren Sein sich durch Schaffensdrang definierte.
Mit irgendeinem letzten kreativen Gedanken war das Maß einfach voll. Aus. Schluss. Vorbei. Und das wirklich Allerletzte, was der Mensch dann noch Neues erkennen konnte, war das Problem der endgültigen Beendigung alles Neuen. Danach wurde es still. Es wurde sehr, sehr still um den Menschen. Und alles, was er gewesen war, wurde plötzlich ein Nichts. Die Menschheit löste sich auf.
Niemand hätte gedacht, dass der Mensch, dieses mit Schöpferwillen und innovativen Fähigkeiten ausgestattete Wesen auf diese leise, unscheinbare Weise verkümmern und für immer von der Bühne der Evolution abtreten würde. Hätte doch nur einer – nur einer von ihnen! – noch eine nagelneue, nie da gewesene, auf einmal in den Sinn gekommene, klitzekleine Idee gehabt. Dann wäre vielleicht alles anders gekommen.
Das hätte auch alles so bequem bleiben können, aber es kam dann doch anders. Aus der Ursuppe waren Einzeller entstanden, und aus den Einzellern waren Zweizeller geworden, und aus den Zweizellern waren Zweibeiner gekrochen, die sich selbst Menschen nannten. Denn die Menschen wollten für alle Dinge, die es gab, Namen erfinden, und oft erfanden sie erst die Dinge und dann deren Namen. Auch sich selbst mussten sie benennen, als sie nun mal da waren, und vielleicht hatten sie sich auch selbst erst erfunden, das wusste später keiner mehr so genau. Jedenfalls setzte diese Species der ohnehin bodenlosen Skurrilität der Schöpfung die Krone auf. Die mit Bewusstsein ausgestattete Lebensform ahnte das auch, aber dennoch hatte niemand eine genaue Vorstellung, wie schwerwiegend skurril das alles noch werden sollte.
Der Mensch war Teil der Schöpfung, und Schöpfer war er selbst. Er war das Wesen, das stets Neues erschuf und erschaffen wollte, ja erschaffen musste. Es war wie eine hominide Paranoia: dieses Wesen war zur steten Kreation verurteilt. So entstanden Sesshaftigkeit und Ackerbau, Wissenschaft und Religion, Technologien, Weblogs, Einbauküchen, und alles andere auch. Die menschgemachte Welt schwappte tsunamigleich über die Natur der Schöpfung.
Als sich der Mensch schließlich aufgrund einiger Fehlkalkulationen seiner Fortpflanzungstätigkeit zur Menschenmasse entwickelt hatte, sah er sich eines Tages durch das vielfache Potenzieren seiner gestalterischen Fähigkeiten mit einem ganz speziellen, neuen Phänomen konfrontiert, das er sich in seinen allerkühnsten Erfinderträumen so niemals hätte ausdenken hätte.
Denn er war ganz plötzlich – von heute auf morgen - am Ende seines Menschseins angelangt, als er feststellen musste, dass auf einmal alles geschaffen war, was geschaffen werden konnte, und dass es von nun an prinzipiell nur noch Plagiate geben konnte, nur noch Wiederholungen, keine neuen Dinge, keine Originale mehr. Es gab einfach nichts mehr zu kreieren, und das erwies sich als vollkommen tödlich für eine Species, deren Sein sich durch Schaffensdrang definierte.
Mit irgendeinem letzten kreativen Gedanken war das Maß einfach voll. Aus. Schluss. Vorbei. Und das wirklich Allerletzte, was der Mensch dann noch Neues erkennen konnte, war das Problem der endgültigen Beendigung alles Neuen. Danach wurde es still. Es wurde sehr, sehr still um den Menschen. Und alles, was er gewesen war, wurde plötzlich ein Nichts. Die Menschheit löste sich auf.
Niemand hätte gedacht, dass der Mensch, dieses mit Schöpferwillen und innovativen Fähigkeiten ausgestattete Wesen auf diese leise, unscheinbare Weise verkümmern und für immer von der Bühne der Evolution abtreten würde. Hätte doch nur einer – nur einer von ihnen! – noch eine nagelneue, nie da gewesene, auf einmal in den Sinn gekommene, klitzekleine Idee gehabt. Dann wäre vielleicht alles anders gekommen.
1 Comments:
Wir sind noch lange nicht am Ende angelangt; in Perfektion gelang es bisher, Gedanken und Leben zu zerstören, sowie selbst kreierte Bedürfnisse zu befriedigen; die Möglichkeiten, mit uns und Gott in Frieden zu leben sind noch lange nicht ausgeschöpft und der Mensch hat die Möglichkeit hierzu und solange er sich entscheiden kann, wird der Mensch existieren...ich befürchte allerdings, dass uns der Frieden irgendwann von außen aufgezwungen wird...
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