Duft einer Wiese
Im täglichen Gehetze um berufliche Entwicklung, existentielle Sicherung, penetrante Medienpräsenz und Hyperkommunikation via world wide web vergisst man gerne das richtige, das bodenständige, das stoffliche Leben. Da klebst du im digitalen Spinnennetz und da strömt dir dein verräterischer Karriereentwurf durch die Synapsen, während draußen die geflügelten Zwitscherer leidenschaftliche Klangwerke zelebrieren und während die Lebenssäfte pur durch blühende Bäume rauschen. Das alles geht vorbei an dir, während du dich selbst an deinen Monitor knebelst wie andere an ihre Kerkereisen. Pass auf, dass du das wahre Sein nicht vergisst in deiner öden Schafferei. Die digitale Welt ist saftlos, kalt, eisig still. Man klebt in einem Nichts aus schwirrenden Drähten und will die Fantasie sich glauben machen, man sei in stürmischer Bewegung. Vergiss es. Geh raus. Lausch den wilden Zwitscherern und wirf dich selbst mal wieder in den Duft einer Wiese.
10 Comments:
Oh, schon wieder genug von der Bloggerei. Immer dran denken ... alles freiwillig. Frohe Feiertage.
Schön, gefällt mir gut, außerdem saftig grün formuliert! Du hast vollkommen recht: der Mittelpunkt sollten diese Nullen und Einsen niemals werden, auch wenn unsere Wahrnehmung - einfach kodiert - im Prinzip genauso funktioniert. Trotzdem bevorzuge ich natürlich - genau wie du offensichtlich - die vieldimensionale Realität. Eine schöne Abenddämmerung!
@bebal
Warum sollte ich das vergessen?
@Nachbar
Da unterstreiche ich gerne jedes deiner Worte!
Hatte ich; erst gestern. Inklusive mit Erde verdreckter Jeans - fühlte sich an, wie sechs Jahre alt zu sein ;-)
Kein schlechtes Alter!
Voilà
Erstaunlich. Früher mal, da musste man dazu in den "Wald" gehen. Das war so ein großes kühles Ding mit viel Grün und viel ähm ... Vögeln.
"Fragen Sie Horst Förster.
Ziemlich coole Seite. Danke dir für den interessanten Tipp!
Und bei so netten Förstern wird unser Wald bestimmt auch wieder ganz gesund!!!
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