Montag, 30. April 2007

Glückstag mit Beigeschmack

Manchmal gibt es Tage, da läuft einfach alles richtig!

Man lernt die richtigen Menschen kennen. Man erlebt einen guten Mittag mit ihnen. Man sitzt noch auf ein Erfrischungsgetränkchen zusammen, bevor wieder jeder seines Weges zieht, allseits mit dem schönen Gefühl, dass man auch mit zuvor völlig fremden Erdenbewohnern gut auskommen kann, wenn die Stimmung stimmt und wenn der Umgang miteinander wohl ausgewogen ist und wenn sich alle ehrlich und mit Boden unter den Füßen einander begegnen. Man kommt heim, kocht sich was, das Essen schmeckt, ein Glas Wein dazu. Ein Bekannter kommt vorbei, gibt einem viele kompetente Tipps für die anstehende Baumaßnahme und macht das einfach nur so, weil er dir gerne hilfreiche Tipps geben möchte. Eine gut gemachte TV-Doku über Vulkane läuft im Vorabendproramm, und ausnahmsweise nimmt man sich sogar mal wieder die Zeit, einen entspannten Abend bei einem Fernsehfilm zu genießen, welcher einen zu allem Überfluss auch noch mit seiner geballten Ladung süßem Kitsch still im Herzen berührt.

An manchen Tagen läuft einfach alles wie mit griechischem Olivenöl, kaltgepresst, geschmiert. - Seltsam ist nur, dass am Ende eines solchen wunderbaren Tages immer noch irgendetwas Dummes passieren muss, irgend eine Sache völlig schräg laufen muss, aus dem Ruder gerät, um dem Tag noch einen derben und völlig unnötigen sauren Beigeschmack zu verleihen. DAS ist wirklich eine blöde Sache.

9 Comments:

der Nachbar schrieb...

Kenn ich. Was sind wir Menschen auch blöd, dass wir diesem letzten Eindruck so viel Bedeutung beimessen! Es sollte nicht heißen: positiv den Tag beginnen, sondern positiv den Tag ausklingen (lassen).

30. April 2007 19:50  
mkh schrieb...

Man sollte vielleicht wieder Gute-Nacht-Geschichten einführen...

30. April 2007 21:15  
Andie Kanne schrieb...

Blöde nur, dass dazu 2 nötig sind. Und gerne verdirbt ja 1 dem anderen den positiven Tagesabschluss.

30. April 2007 22:16  
der Nachbar schrieb...

@mkh: Allerdings gibt es auch Untersuchungen, die zeigen, dass der erste Eindruck der beständigste ist. Der muss halt nur stark genug sein, dann kann der Tag so beschissen ausgehen, wie er will, das Positive ist und bleibt unüberwindbar.

1. Mai 2007 09:05  
der Nachbar schrieb...

Das Negative trübt dann lediglich, revidiert aber nicht!

1. Mai 2007 09:06  
mkh schrieb...

@Nachbar
Will ja nun nicht weiter in die Details meiner persönlichen Erlebnisse gehen - ;-) - aber dazu wäre vielleicht noch anzumerken, dass man die gücklichen und weniger glücklichen Erlebnisse des Lebens halt auch gleichermaßen annehmen muss, frei nach dem guten Goethe, der glaubt, dass die Götter ihren Lieblingen ALLES geben, alle Freuden und alle Leiden GANZ geben. Was wären die glücklichen Tage, wenn sie nicht früher oder später wieder in traurigere Stimmungen umschlagen würden, zumal Letztere schließlich auch neue Türen öffnen können, zum Beispiel zu den Kammern der Nachdenklichkeit oder zu den stillen Sälen der Emotionen, die manchmal auch Traurigkeit als Torschlüssel benötigen. - War jetzt hoffentlich nicht zu schwülstig; alles verstanden?

1. Mai 2007 10:23  
mkh schrieb...

@Andie
Schön, mal wieder von dir zu lesen, Herr Kanne!

Tja, wenn sich die 2 mindestens ebenso oft, wie sie sich den Tagesabschluss verderben, gegenseitig im Positiven bestärken und das Negative in die Flucht schlagen können, dann soll´s mir recht sein, wenns zwischendurch auch mal schief geht...!

(off topic: Das lang angekündigte Saurierbuch ist übrigens im März erschienen!)

1. Mai 2007 10:30  
Markus Quint schrieb...

Rotweinflecken im Flokati?

1. Mai 2007 18:56  
mkh schrieb...

Nee, nur ein hässlicher Kommunikationsfleck im meist stillen Einverständnis.

1. Mai 2007 20:08  

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