Schlafmanagement
Was arbeitet da eigentlich im Unterbewusstsein, wenn man nachts urplötzlich aus tiefem Schlaf erwacht, mit der siedend heißen Eingebung, einen kleinen Planungsfehler begangen zu haben, den man am nächsten Morgen besser mit einem kurzen Anruf beim Projektpartner aus dem Weg räumen sollte?
10 Comments:
das Pflichtbewusstsein
nahe liegend
Du wirst wohl viel Stress haben im Moment, der führt ja bekanntlich zu unruhigem Schlaf, denn das Gedächtnis lässt sich auch im Schlaf nicht davon abhalten, einfach weiter zu denken. Da helfen Entpannungsübungen oder aber manchmal hilft auch - ohne Gewähr - ein Gläschen Rotwein - meine Erfahrung.
Zum Glück! schlafe ich fast immer auch dann gut, wenn ich viel zu tun und denken habe. In dieser Nacht ging der Stressfaktor wohl mit ins Bett. - Andererseits: Hat ja auch was für sich, wenn einem (manchmal) mitten in der Nacht eine wichtige Sache einfällt, die man tagsüber womöglich vergessen würde. "Den seinen gibt´s der Herr im Schlaf" oder so...
...aber allein das "Gedächtnis" kann es ja nicht sein @Nachbar, was da im Unterbewusstsein weiter arbeitet. Es scheint eine Bewusstseinsebene zu geben, auf der selbst im Schlaf noch geplant und organisiert wird... Ich kenne mich aber mit Schlafforschung leider gar nicht aus.
@mkh: Es ist schon das Gedächtnis, von dem du sprichst Untersuchungen mittels EEG zeigen, dass im Schlaf die gleichen Gehirnregionen aktiviert sind, wie im wachen Zustand. Sonst könnte man auch nicht im Schlaf lernen. Die Bewusstseinsebenen sagen etwas über die jeweilige Bewusstseinsklarheit aus, also inwiefern die Wahrnehmungen in unserem KZG repräsentierbar und Infos aus dem LZG abrufbar sind.
Oha, im Schlaf passiert ganz viel. Was meinst du, was da oben noch an Synapsen-Dynamik herrscht! Du verarbeitest Dinge des Tages; Vernetzungen, die du in wachem Zustand nicht hingekriegt hast, passieren im Schlaf, wenn das Gehirn die Dinge des Tages einsortiert. Man hat z.B. explizit getestet, zumind. im Bereich des Kurzschlafes (ausgehend davon, dass kurze täglicher Schlafphasen idealerweise analog zum Biorhythmus eine eindeutig erhöhte Konzentration und auch Produktivität zur Folge haben), dass Probleme, die die Probanden vor dem Schlaf nicht lösen konnten, nach dem Schlaf ohne Weiteres gelöst wurden (Es lebe also der Büroschlaf!). Willst du z.B. Gelerntes möglichst ins Langzeitgedächtnis katapultieren, gehe möglichst nicht allzu spät danach schlafen. Umgekehrt - Dinge, die du als unangenehm/belastend erfahren hast und lieber vergessen möchtest - bringst du möglichst weit weg, indem du dich mit anderen Dingen ablenkst und dabei den Schlaf so lange wie möglich nicht zulässt. Dann ist Vieles für das Gehirn schon nicht mehr zu verarbeiten, da nicht sauber speicherbar. Alles etwas vereinfacht ausgedrückt, krieg das nicht mehr so super-genau zusammen.. Die Schlafforschung inkl. Schlafstörungen sowie die klinische Diagnostik und Therapie von Schlaf-Wach-Störungen sind aber komplexe und hochinteressante Themen m.E. Wie vielfältig krank (organisch u. psychisch) man durch Schlafstörungen auch werden kann, ist ebenfalls erschreckend. Dass du bei Stress aber i.d.R. trotzdem gut schläfst, ist aber bemerkenswert. Da kannst du dich ziemlich glücklich schätzen. Vielen Menschen geht dadurch Einiges an Lebensenergie flöten.
O.k. - ja ich denke mir schon, dass da jede Menge passiert beim Schlafen. Werde mir das jetzt sofort aus der Nähe anschauen! *gäähn*
Bei Workoholismus ab 2 Promille ratzt man stehend weg.
@mq
Workoholimus?!? Keine Zeit für so was, ich muss arbeiten!
Kommentar veröffentlichen
<< Home