Mittwoch, 4. April 2007

Vor 12000 Jahren in Anatolien...

10 Comments:

der Nachbar schrieb...

Was ist nur schief gelaufen? Frauen an die Macht!!! Habe ich das jetzt wirklich gesagt?! Okay, gesagt ist gesagt!

4. April 2007 21:25  
mkh schrieb...

Na gut, wenn alle meine weiblichen Anteile an die Macht kommen, haben meine männlichen auch was davon.

4. April 2007 23:35  
der Nachbar schrieb...

Wahrscheinlich ist es tatsächlich so, dass der Mann, dieses verunglückte XX, aus dem dann ein XY wurde, der Fehler im System ist. Man muss sich nur umschauen. Und die Frauen, die genau so sch... sind, wollen nur den Männern nacheifern oder wurden von ihnen in fragwürdige Richtungen erzogen.

5. April 2007 10:15  
mkh schrieb...

Ja, ein interessanter Gedanke. Sehe ich teils ähnlich... -

Dennoch ... ich habe oft den Eindruck, je mehr ich zu wissen glaube, umso mehr muss ich schweigen.

Es gibt unzählbare Gedakenexperimente. Dazu gehört auch die Vorstellung, dass das Heil der Menschheit in einem Matriarchat liegen könnte, oder sagen wir in einer Welt, in der "weibliche" Stärken mehr zählen als "männliche".

Aber was ist das - "weiblich und männlich"...

Ein anderes Gedankenexperiment könnte beispielsweise die Integration männlicher UND weiblicher Anteile in Frau UND in Mann annehmen, die Trennung aufheben (natürliich nicht biologisch!). Denn auch der Mann kann intuitiv, emotional und Co. sein, was zumeist als "weibliche "Eigenschaft" gilt. Sind die Geschlechter wirklich so unterschiedlich, oder sind es nur die Charaktere und die kulturellen Muster?

Natürlich gibt es Attribute, die vordergründig sehr eindeutig mit Geschlechtern in Verbindung gebracht werden, z.B. "mütterlich", und viele großen weiblichen Gottheiten früherer Jahrtausende mögen in der "Mütterlichkeit" ihre Ursachen haben, "Muttergöttinnen". (Daneben gab es natürlich auch Göttinnen mit gänzlich anderen Eigenschaften: zickige, freche, lüsterne, kämpferische...)

Aber jenseis der puren Eigenschafts-Zuweisungen gibt es ja Männer, die bspw. mütterlicher sind als Frauen, und Frauen, die kämpferischer sind als Männer, und es sind trotzdem Frauen und Männer! Alle Geschlechter haben die komplette charakterliche Bandbreite, und XX oder XY reichen nicht aus, um die charakterliche Entwicklung der Eigenschaften und die zuigesprochenen Attribute zu bestimmen.

Ach, ich drifte ab. Ein Meer aus Gedankenexperimenten... Von wegen "schweigen"...

Einen sonnigen Tag!

;-)

5. April 2007 11:04  
der Nachbar schrieb...

Dazu noch dieser Gedanke: Frauen tragen das Leben in sich, darum - so meine Hypothese - achten sie das Leben prinzipiell (wenn nicht fehlgeleitet) mehr als Männer, die immer wieder neues Leben produzieren können und die von der Schöpfung daher abgetrennter sind, als Frauen. Frauen sind das Leben, das leben erst möglich macht. Ich denke also, dass es in der Natur der Frauen liegt, dem Leben friedfertiger gegenüber zu stehen. Die weiblichen Anteile im Mann sind künstlich, da sie (unter Vernachlässigung der genetischen Anteile) nur durch die embryonale und besonders (da bewusst erlebt) der frühkindlichen Intensität der Mutter-Sohn-Beziehung zustande kommen können. Ist diese Beziehung gestört, ist der Grundstein für Tragödien gelegt. Diese Betrachtungsweise ist recht monokausal, es kommen natürlich noch weitere Faktoren hinzu, wie bspw. die familiären Beziehungskonstellatinen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Doch ich bleib dabei: Frieden durch Frauen ist möglich (weil ihre genetische Veranlagung dies begünstigt), Frieden durch Männer wird ein Traum bleiben.

5. April 2007 11:35  
mkh schrieb...

Nur DEIN Gedankenexperiment, werter Chris, nicht mehr und nicht weniger. Es gibt keine allgemeingültige Grundlage, die deine Thesen sozusagen naturwissenschaftlich belegen könnte. Es bleibt EINE Einschätzung unter vielen möglichen Thesen.

Im Übrigen glaube ich - und das ist MEINE Einschätzung und nicht mehr und nicht weniger -, dass "weibliche" und "männliche" Charaktereigenschaften sowohl in Frauen als auch in Männern angelegt sind, und zwar nicht "künstlich", wieso denn? Man müsste in einem weiterführenden Gespräch aber erst mal definieren, was man mit den Begriffen (zB weiblich/männlich) überhaupt meint, jedenfalls meinen wir ja nicht nur die rein biologische Sache, sondern bewegen uns auch auf ethischem Gebiet usw.

Und was die Achtung vor dem Leben betrifft: Das junge Leben, das im Bauch meiner Gefährtin heranreift, und dass zu 50 % aus meinen Zellen hervorging, achte ich ganz bestimmt nicht weniger als sie.

Vielesan Mann-Frau-Bildern, wohl das meiste, ist in meinen Augen ohnehin kulturell geprägt.

5. April 2007 12:50  
Frollein Müller-EL. schrieb...

Oh, herzlichen Glückwunsch!!

Abgesehen von den interessanten Gedankenansätzen

6. April 2007 00:57  
mkh schrieb...

Danke!!:-)

6. April 2007 09:20  
der Nachbar schrieb...

Auch von mir Glückwunsch! Ich denke trotzdem, dass unser männlicher Anteil wesentlich geringer ist und dass Frauen daher schon genetisch bedingt ein gesünderes Verhältnis zur Schöpfung haben. Vielleicht bilden wir Männer uns ein, einen ebenso großen Anteil daran zu haben, doch tragen wir das Kind aus? Was die Bindung zwischen Mutter und Kind betrifft im Gegensatz zur Bindung zwischen Vater und Kind, ist es im übrigen erwiesen, dass die Mutterbindung vom Kind intensiver erlebt wird, auch von der Mutter zum Kind - verständlicherweise. Wissenschaftliche Untersuchungen hierzu gibt es sicherlich. Zur Zeugung braucht es nicht viel, zum Wachsen und Gedeihen im Mutterleib hingegen ist ein ganzer Organismus in der Verantwortung - nicht der des Vaters. Wir Männer nehmen uns gerne wichtiger als wir sind. Die Achtung und Liebe von uns Männern unseren Kindern gegenüber lässt sich meiner Meinung vorallendingen kognitiv erklären; wir lieben die besonders, die uns am ähnlichsten sind.

6. April 2007 15:44  
mkh schrieb...

Hmm, man könnte ganz frech behaupten, mit deiner Argumentation entbindest du die Väter ihrer Verantwortung für das zu 50 % in die Welt gesetzte neue Leben!

;-)

Klar wird ein Mann nie die gleiche körperliche Bindung zu seinem Kind bekommen, wie dies die Mutter zumindest in der Zeit der 9 Monate Schwangerschaft erlebt.

Andererseits darf man auch nicht unterschätzen, dass auch eine Mutter ambivalent sein kann und ihr Bauchbaby in manchen Zeiten womöglich als "Fremdkörper" empfinden kann. Ich glaube, DARÜBER können aber nur diejenigen aus Erfahrung sprechen, die am eigenen Leib schwanger sind oder waren: Mütter.

Mag auch sein, dass ein Mann gewissermaßen mittel-bar die Verbindung zu seinem werdenden Kind wahrnimmt; man braucht dazu die mentale Vorstellung, nicht nur die körperliche Empfindung, wie sie die werdende Mutter hat.

Dennoch fühlt und sieht ein werdender Vater ja auch sein Kind heranwachsen, wenn er nicht gerade vollends abwesend ist. Und ich glaube sicher, dass ein werdender Vater das Wunder des neuen Lebens und die überwältigende Wahrnehmung, dass es ein Stück seines eigenen Lebens ist, was da heranwächst, genauso intensiv empfinden kann wie ein Frau.

Und ich halte es daher für eine nicht beweisbare These, dass ein Mann durch die körperliche Verschiedenheit weniger Achtung vor dem Leben hätte und von der Schöpfung mehr abgetrennt wäre, wie du das meintest. Diesen Gedanken lehne ich für mich ab. Wenngleich man sehr wohl darüber nachdenken kann - sofern das Neachdenken darüber mit ofenem Ergebnis bleibt.

Was soll´s - jeder macht dazu seine eigenen Erfahrungen, und jeder hat seine eigenen Vorstellungen dazu.

Danke für deinen Glückwunsch!

6. April 2007 17:28  

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